Viele Hausbauer müssen ihre Immobilie mit einem Darlehen finanzieren. Um die Kosten möglichst gering zu halten, sollte man im Vorfeld genaue Überlegungen anstellen, wie hoch das Darlehen sein soll. Durch das Einbringen von Eigenkapital kann man die Belastung erheblich senken. Dazu zählen auch festverzinsliche Wertpapiere, Festgeld und ein Bausparvertrag. Erst wenn man alle Eventualitäten berücksichtigt hat, sollte man sich mit einer Bank seiner Wahl in Verbindung setzen.
Des Weiteren muss man im Vorfeld genau kalkulieren, wie hoch die Baukosten real sind. Dabei müssen alle Kosten mit eingerechnet werden, auch Erschließungs- und Notar- bzw. Grundbuchgebühren. Diese sind immer von der Größe des Grundstücks und dem Wert der Immobilie abhängig. Hat man alle eventuellen Kosten berücksichtigt, muss man auch berechnen, wie hoch die monatlichen Belastungen sein können. Dazu zieht man am besten die Kontoauszüge eines ganzen Jahres zurate, um auch alle Barauszahlungen und unregelmäßigen Zahlungen mit einzubeziehen. Außerdem sollte man einen Betrag für jedes Familienmitglied einkalkulieren, um dessen Lebensunterhalt zu sichern. Im Allgemeinen wird dabei ein Betrag von 500 Euro für jeden Erwachsenen und 250 Euro pro Kind veranschlagt.
Wenn man genau weiß, wie hoch das Darlehen sein muss und welche Ausgaben man berücksichtigen muss, dann kann man die einzelnen Angebote der Banken vergleichen und den für sich günstigen Kredit aussuchen. Wenn man von einer Kreditsumme über 450.000 Euro und einer Laufzeit von 20 Jahren ausgeht, findet man Angebote mit einem Effektivzins zwischen 4,57 und 5,79 %, dies ergibt eine monatliche Belastung von 2.055 Euro bzw. 2.512,50 Euro (Stand 2011). Dies zeigt, dass man durch einen sorgfältigen Vergleich die Kosten wesentlich senken kann.
Bei kürzeren Laufzeiten verringern sich auch die Zinssätze. So bietet die Volksbank München bei einer Laufzeit von 10 Jahren einen Effektivzins ab 3,35 % und die Deutsche Bank bei gleicher Laufzeit einen Zins von 3,45 % an (Stand 2011).
