Der auch nach dem Wegfall der Eigenheimzulage ungebrochene Trend zum Eigenheim bedingt in vielen Fällen - immer, wenn eigenes Vermögen nicht ausreicht - eine Fremdfinanzierung: Den Baukredit.
Diese Kredite zum Beispiel für eine Baufinanzierung ohne Eigenkapital, die in aller Regel von Banken, von Bausparkassen oder von Versicherungen gewährt werden, sind im Grunde "gemietetes" Geld. Dafür, dass das Kreditinstitut dem Eigenheimkäufer einen Teil seiner Investitionskosten vorschießt, werden laufende Zinsen und gegebenenfalls Gebühren fällig. Der Baukredit muß zurückbezahlt werden. Die Kreditgeber sichern sich die Ansprüche gegen den Darlehensnehmer meist über Grundschulden / Hypotheken oder abgetretene Lebensversicherungen.
Eine gängige Form des Baukredits ist das Annuitätendarlehen. Hier gibt eine Bank einen festen Betrag an den Darlehensnehmer aus. Dieser zahlt während der Vertragslaufzeit (üblicherweise zwischen 5 und 25 Jahren) monatlich einen gleich bleibenden Betrag aus Zins- und Tilgungsanteil an die Bank zurück. Je nach Höhe der Tilgung (also dem Rückzahlungsanteil) bleibt am Ende des Vertrages eine Restschuld übrig, die dann mittels einer Anschlussfinanzierung zu neuen Konditionen zurückbezahlt wird.
Bauspardarlehen funktionieren in der Darlehensphase ähnlich. Hier liegt der Tilgungsanteil jedoch meist deutlich über dem der Bankdarlehen - in der Regel ist das Darlehen allerdings auch nach einer festgelegten Laufzeit vollständig getilgt.
Den Baukredit gibt es auch als endfälliges Darlehen, das zum Beispiel im Zusammenhang mit kapitalbildenden Versicherungen verkauft wird. Hier erhält der Darlehensnehmer einen Betrag, zahlt aber während der Vertragslaufzeit nur Zinsen aus dem Darlehensvertrag und bespart gleichzeitig z.B. eine Lebensversicherung. Die Ablaufleistung dieser Versicherung tilgt dann am Laufzeitende das Darlehen vollständig oder teilweise (mit Restschuld, s.o.).
Der künftige Immobilienbesitzer tut gut daran, sich vor dem Abschluß seines Baukredites umfassend beraten zu lassen.
Der Baukredit
